aktuelles Programm

Ausstellung und Veranstaltungen vom 14. November 2019 bis Februar 2020

Damals wie heute: Die Häuser denen, die drin wohnen!
Eine Fotoausstellung des Umbruch Bildarchiv e.V.

Es läuft eine lange Linie von den ersten Hausbesetzungen der 1970er Jahre über die Häuserkämpfe Anfang der 80er in West-Berlin zu 1990/91 in Ost-Berlin (Mainzer Straße) bis in unsere Tage. Zur Zeit beginnen sich erneut mehr und mehr Betroffene gegen Vertreibung und Gentrifizierung zu wehren. 

In Berlin schlagen nun damalige Besetzer*innen und jetzige Aktivist*innen eine Brücke zwischen den Ereignissen damals und heute. Vieles von dem, was die Bewegung in den 1980er Jahren angetrieben hat, gewinnt zunehmend wieder an Bedeutung: sei es der Kampf um Freiräume oder der gegen Verdrängung und Spekulation.

Eine neue Bewegung nimmt mit wachsender Zustimmung der Bevölkerung an Fahrt auf.

#Mietenwahnsinn stoppen!, #Zwangsräumung verhindern! #besetzen, #Berliner Linie abschaffen! #Deutsche Wohnen enteignen!

Veranstaltungen bis Ende des Jahres:

  • Do
    27
    Feb
    2020

    Der marktgerechte Mensch

    19:30

    Zwei Drittel der Deutschen hatte vor 20 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob. Mittlerweile sind es nur noch 38 Prozent. Ein Großteil der Bevölkerung arbeitet in prekären Arbeitsverhältnissen.

    Dokumentarfilm von Leslie Franke, D 2020, 99 min.

  • Mi
    11
    Mrz
    2020

    Lesung mit Klaus Gietinger: Kapp-Putsch 1920

    19:00

    Abwehrkämpfe in Berlin und anderswo

    Pünktlich zum 100. Jahrestag rollt Klaus Gietinger die Geschichte des Militärputsches und der Abwehrkämpfe neu auf, liefert kaum bekannte Fakten.

    Ein wichtiges, vergessenes Kapitel deutscher Geschichte: Der Versailler Vertrag verlangte die Reduzierung der Reichswehr und die Auflösung der konterrevolutionären Freikorps.

    Die Reichsregierung kam dem nach.

    Daraufhin putschten die Freikorps. Wolfgang Kapp, Aufsichtsrat der Deutschen Bank, rief sich zum Reichskanzler aus. Die Regierung floh, kurz vorher hatten die SPD-Mitglieder ihre Namen unter einen Generalstreik-Aufruf setzen lassen. Der größte Streik, den Deutschland je sah, folgte. Zahlreiche Reichswehr-Kommandeure sympathisierten mit den Putschisten. 

    Die Brigade Ehrhardt hatte Berlin zwar besetzt, doch sie war ohne Strom, ohne Wasser und ohne Zeitungen. Wahllos schossen die Putschisten in Demonstrationen. In Hennigsdorf, Spandau, Köpenick und Adlershof kam es zu bewaffneten Kämpfen mit Arbeitern. Nach fünf Tagen mussten die Obristen aufgeben.

    Die Regierung kehrte in die Hauptstadt zurück.

    In Köpenick und Adlershof gaben sich die Hakenkreuzler jetzt als Regierungstruppen aus und ermordeten die, die die Waffen niederlegten.

    Auch in Mitteldeutschland und im Ruhrgebiet war es zu erfolgreichen Kampfaktionen gegen die Freikorps gekommen. Der Pott wurde befreit. Es bildete sich eine Rote Ruhrarmee aus der SPD-, USPD- und KPD-Basis und den Syndikalisten, mit bis zu 80.000 Kämpfern. Teils waren Bürgerliche beteiligt. Man wollte eine Volkswehr, die Bestrafung der Putschisten und Sozialisierung. Carl Severing (SPD) schloss mit den Arbeitern ein Abkommen, das Zugeständnisse machte. Aber nicht nur General von Watter, der kommandierende Militär wollte kein Abkommen. Und die Freikorps, die meisten schon mit Hakenkreuz am Stahlhelm, bekamen jetzt von der geretteten Regierung freie Hand… Zeit daran zu erinnern.

     

Die GALERIE OLGA BENARIO ist an den Veranstaltungstagen ab 19 Uhr sowie auf Anfrage geöffnet. Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag zwischen 15 und 19 Uhr kann auch nebenan in der Biografischen Bibliothek angefragt werden. Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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