aktuelles Programm

Ausstellung und Veranstaltungen vom 1. November 2018 bis Februar 2019

Unruhe – Aufruhr – Revolution: November 1918

Fotomontagen von Gerhard Schumm

„In diesem Fotoprojekt arbeite ich mit Fotos aus der Zeit der Novemberrevolution, die ich im Internet vor­finde. Ich wähle diejenigen Fotos aus, die mich neu­gierig machen, die mich berühren, die mich ansprin­gen. Detektivisch recherchiere ich dann die Orte, an denen diese Fotos aufgenommen wurden und bringe sie an ihre ursprünglichen Orte zurück. Dort erstelle ich Fotomontagen, die das alte Foto in die aktuelle Umgebung einbetten. Ich hoffe, ich kann auf diese Weise historische Schichten unter dem Gegenwärtigen erspürbar machen. Das Vergangene liegt zwar hinter uns. Es mag verschlossen wirken. Aber abgeschlossen ist es noch nicht.“ Gerhard Schumm

Veranstaltungen

  • Do
    13
    Dez
    2018

    "Oh Tannebaum, oh Tannebaum...

    19:30

    ... der Kaiser hat in' Sack jehau'n."

    Jahresabschlussfeier mit revolutionären Texten, Liedern und Keksen

  • Do
    20
    Dez
    2018

    Buchvorstellung: Frauen der Novemberrevolution

    19:30

    Kontinuitäten des Vergessens“ von Dania Alasti

    Frauen protestierten vor hundert Jahren in Massen gegen den Ersten Weltkrieg und das deutsche Kaiserreich. Ihre Streiks, Demonstrationen und Ausschreitungen leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Vorbereitung der Novemberrevolution. Doch während der Formung und Kämpfe um die Richtung der Revolution tauchten Frauen als Massenerscheinung nicht mehr auf.

    Das Buch ist eine Suche nach den Spuren, die uns von den revoltierenden Frauen geblieben sind. Ihre Kämpfe entstanden aus einer prekären Mobilisierung auf den Arbeitsmarkt, wobei ihre vorangegangenen Lohnarbeitsverhältnisse, wie Hausanstellung oder Heimarbeit, zumeist nicht als Beschäftigungsverhältnisse wahrgenommen wurden. Sie zeigten sich bei der Doppelbelastung von Lohn- und Versorgungsarbeit, deren Anerkennung bereits damals gefordert, aber nicht umgesetzt wurde.

    Diese Strukturen sind bestehen geblieben. Anhand der Proteste der Frauen der Novemberrevolution und den vielfältigen reaktionären Antworten soll diskutiert werden, welche grundlegenden gesellschaftlichen Konflikte bis heute dringend feministischer Kämpfe bedürfen und wie sich diese Kämpfe in Hinblick auf die weltweiten Frauen*streikbewegungen gestalten.

    Dania Alasti: Autorin von »Der Wille zum Nein. Wie die deutsche Rechtsprechung Betroffenen sexueller Gewalt den selbstbestimmten Subjektstatus verweigert hat« in »Wege zum Nein. Beiträge für eine radikale Debatte nach der Sexualstrafrechtsreform in Deutschland 2016«.

Die GALERIE OLGA BENARIO ist an den Veranstaltungstagen ab 19 Uhr sowie auf Anfrage geöffnet. Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag zwischen 15 und 19 Uhr kann auch nebenan in der Biografischen Bibliothek angefragt werden. Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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