Emil Linke, Walter Schulz und ein toter Nazi-Wirt

Dort, wo sich heute der Comeniusgarten befindet, stand bis in die 1970er Jahre eine der größten Mietskasernen West-Berlins. 1931 überließ der Wirt der im Haus befindlichen Kneipe sein Lokal der Neuköllner SA als Sturmlokal. Bei einer Protestaktion gegen das Nazilokal kam es zu Schüssen und der Wirt wurde getötet. 1931 und 1935 kam es deshalb zu Massenverhaftungen von Neuköllner Kommunist*innen, die in einem Nazi-Schauprozess endeten, der zu fünf Todesurteilen führte. Einigen gelang die Flucht ins vermeintlich sichere Exil in der Sowjetunion, wo viele ebenfalls ermordet wurden oder im GULAG umkamen. Fünf Stolpersteine erinnern inzwischen an diese Opfer. Christian v. Gélieu lässt die Geschichte mit einem Rundgang aufleben.

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